Meine politische Arbeit gliederte sich bis zur Landtagswahl am 22. Mai 2005 in zwei Schwerpunkte. In meiner siebenjährigen Amtszeit als nordrhein-westfälischer Innenminister (in der Zeit von 1998 bis zum Juni 2005)stand ich für die Bekämpfung von Kriminalität und Gewalt, um den Menschen in unserem Land ein Leben in Sicherheit zu ermöglichen. Als Neusser Landtagsabgeordneter standen und stehen weiterhin für mich die Neusser Bürgerinnen und Bürger im Mittelpunkt. Für ihre Interessen und Belange werde ich mich in auch in Zukunft mit aller Kraft einsetzen.
Im Juli 2005 wurde ich zum Vorsitzenden des Kulturausschusses des nordrhein-westfälischen Landtags gewählt. Wenn in der Vergangenheit der Schwerpunkt meiner parlamentarischen Arbeit auf dem Gebiet der Innenpolitik lag, so ist dies jetzt die Kulturpolitik unseres schönen Bundeslandes. Die Tatsache, dass wir in NRW eine der dichtesten Kulturlandschaften haben, die neben New York und Paris bestehen kann, verdient es, in Zukunft durch verstärkte Anstrengungen und neue pfiffige Ideen stärker ins nationale und internationale Bewusstsein gerückt zu werden. Daran will ich impulsgebend mitwirken.
Entscheidender Schwerpunkt meiner politischen Arbeit bleibt aber auch in Zukunft die Stadt Neuss und die Menschen, die in ihr leben. Neuss ist eine der ältesten Städte Deutschlands. Ihre über 2000jährige Geschichte reicht bis in die Römerzeit. Aus dem römischen Lager Novaesium entwickelte im Laufe der Jahrhunderte eine Stadt mit florierendem Wirtschaftsleben, in der sich Tradition und Fortschritt verbinden.
Schon in meiner Zeit als Regierungspräsident habe ich Neuss und seine Menschen kennen und schätzen gelernt. Seit ich Neuss als Abgeordneter im Landtag vertrete, haben sich meine Kontakte zu vielen Neusserinnen und Neussern in den Stadtteilen, Vereinen und Betrieben weiter vertieft. Ihnen allen versuche ich, ein verlässlicher Ansprechpartner zu sein.
Mein Vorgänger, der unvergessene Professor Friedhelm Farthmann, hat in seiner Zeit als Neusser Abgeordneter viel für unsere Stadt getan. Ich habe an den Erfolg dieser Arbeit angeknüpft und in den vergangen Jahren den Neusser Anliegen und Belangen draußen im Land Gehör verschafft und Gewicht verliehen. In Zeiten äußerst knapper öffentlicher Kassen habe ich entscheidend mithelfen können, dass weiterhin erhebliche Landesmittel nach Neuss geflossen sind. Bei meinen vielen Kontakten mit wichtigen Entscheidungsträgern aus der Landes- und der Bundespolitik und bedeutenden Vertretern aus Wirtschaft und Kultur werbe ich für Neuss und vertrete die Belange unserer Stadt.
Neuss ist eine lebens- und liebenswerte Stadt. Aber es gibt auch genügend Probleme, die dringend angepackt werden müssen.
Das Wertvollste, das wir haben, sind unsere Kinder. Sie sind unsere Zukunft. Deshalb brauchen sie eine gute Gegenwart. Unabhängig davon, welchen Beruf und welche Ausbildung ihre Eltern haben. Unabhängig vom Geldbeutel ihrer Eltern. Ich möchte, dass alle unsere Kleinen mit den gleichen Chancen ins Leben starten. Deshalb mache ich mich dafür stark, dass auch in Neuss mehr Betreuungsmöglichkeiten für die Unter-Dreijährigen geschaffen werden. Der Bedarf ist riesig, das bisherige Angebot in Neuss ist deutlich zu gering. Ich bin froh, dass die SPD in Neuss jetzt gegen das veraltete Familienbild der CDU die ersten sechs Offenen Ganztagsgrundschulen durchgesetzt hat. Wir brauchen aber noch deutlich mehr Ganztagsschulen in Neuss. Nicht nur für die Grundschüler, sondern auch für die Schülerinnen und Schüler in den Jahrgangsstufen 5 bis 10.
Gute ganztägige Betreuungsangebote für Kinder und Jugendliche stehen für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf und für eine größere Chancengleichheit. Deshalb setze ich mich mit ganzer Kraft dafür ein. Insgesamt müssen wir, so sehe ich es, unsere Anstrengungen in Neuss für eine kinder- und familienfreundliche Politik noch deutlich verstärken.
Bei meinen vielfältigen Gesprächen mit Neusser Unternehmen werbe ich seit langem dafür, bei der Gestaltung des Arbeitslebens, die Probleme berufstätiger Eltern stärker zu berücksichtigen. In diesem Zusammenhang erwarte ich, dass das
„Neusser Bündnis für Familien“ endlich Wirklichkeit wird. Gemeinsam mit vielen Akteuren aus Gesellschaft, Wirtschaft und Politik sollen hier Ideen und Initiativen für ein familienfreundlicheres Neuss entwickelt werden. Dazu gehören nicht zuletzt familienfreundliche Wohnangebote, ein familienfreundliches Wohnumfeld und vor allem bezahlbare Wohnungen für Familien mit Kindern.
Nicht zuletzt zukunftsfähige und sichere Arbeitsplätze brauchen die Menschen, damit es ihren Familien gut geht. Neuss steht hier zwar besser da als manch andere Stadt. Trotzdem brauchen wir vor allem zusätzliche industrielle Arbeitsplätze.
Deshalb ist mir die Zukunft unseres Hafens so wichtig. Der traditionsreiche Neusser Hafen mit seinen fünf Becken war über Jahrzehnte das industrielle Herzstück der Stadt. Hier arbeiteten in den verschiedensten Branchen Tausende Menschen. Nachdem der amerikanische Mutterkonzern CASE die traditionsreiche Traktorenfabrik schloss, steht der Hafen vor einem neuen Kapitel seiner Geschichte.
Die Brachen müssen mit neuem Leben erweckt werden. Die Fusion mit dem Düsseldorfer Hafen war ein wichtiger Schritt in die Zukunft. Ich setze mich dafür ein, dass auch in Zukunft im Neusser Hafen moderne Industrie- und Gewerbebetriebe ihren Platz und Entwicklungschancen haben. Um die Akzeptanz der Betriebe zu sichern, sollten aber überall, wo noch nötig, leistungsstarke Geruchsfilter eingebaut werden.
Das kulturelle Leben in Neuss kann sich sehen lassen. Ein Perle Neusser Kulturlebens ist sicher das Rheinische Landestheater. In seinem großzügigen Neubau an der Oberstraße und mit seinem attraktiven Angebot in den verschiedensten Sparten hat es sich zu einem Publikumsmagneten entwickelt. Auch meine Frau besuchen gern die Neusser Vorstellungen. Von Klassikern wie Schillers „Kabale und Liebe“ bis hin zu modernen Stücken wie „Confetti“oder auch populären Stoffen wie „Ein Käfig voller Narren“ ist für jeden Geschmack etwas dabei. Angesichts der knapper werdenden öffentlichen Mittel bin ich froh, dass ich einen Beitrag zur Existenzsicherung des Hauses leisten konnte.
Die Neusser City kann ruhig noch lebendiger und attraktiver werden. Dabei helfe ich mit. Ich schätze die anerkennenswerte Arbeit des Neusser City Treffs. Von hier kommen viele kreative neue Ideen und Initiativen. Das Neusser Hansefest ist eine beträchtliche Attraktion für die ganze Region. Finanzielle Mittel des Landes aus dem Projekt „Ab in die Mitte“ dienen auch dazu, der Neusser Innenstadt neues Flair zu verleihen. Als Ansprechpartner, der wichtige Türen im Land öffnen kann, stehe ich allen, die für eine lebendige Neusser City arbeiten, gern zur Verfügung.
Den Bau eines zusätzlichen Haltepunktes der Regiobahn im Neusser Norden unterstütze ich aus voller Überzeugung, weil ich als leidenschaftlicher Radfahrer weiß, wie wichtig es ist, dass die verschiednen Verkehrsmittel miteinander kombinierbar sind. Die dicht bewohnten Gebiete rund um den Nordkanal werden so noch attraktiver. In nächster Zeit werde ich mir die verschiedenen zur Diskussion stehenden Alternativen gemeinsam mit meinem Kabinettskollegen, dem NRW-Verkehrsminister Axel Horstmann, vor Ort anschauen.
Schade, dass Neuss nicht Olympiastadt geworden ist. Jedenfalls sollte das olympische Bogenschießen bei einer erfolgreichen Bewerbung von Düsseldorf für die Olympiade 2012 in Neuss auf der Pferderennbahn ausgetragen werden. Ich durfte jedenfalls schon einmal die angedachte Anlage testen und erste Pfeile verschießen. Es wär so schön gewesen. Es hat nicht sollen sein.
Mein Neusser Bürgerbüro wartet auf Ihren Besuch. Als Neusser Landtagsabgeordneter bin ich natürlich auch mit einem eigenen Bürgerbüro in der Innenstadt präsent. Auf der Oberstraße 23 in 41460 Neuss, direkt neben der AOK, finden Sie mein Büro und meinem Wahlkreismitarbeiter Benno Jakubassa.
Mein Angebot: Wenn Sie ein Anliegen haben, nehmen Sie Kontakt auf.
Telefon: (02131) 718 73 14
Mail: fritz.behrens@landtag.nrw.de